Produkt

Die Barriere im Blick behalten.
Was ein BRC-Portfolio im Alltag braucht.

Vier Basiswerte als Balken über einer gestrichelten Barriere, von grün über gelb bis rot nach Abstand.

Letzte Woche ging es darum, wie ein BRC aus dem Termsheet in Pecugate kommt. Das ist ein einmaliger Schritt pro Produkt. Was danach kommt, ist der eigentliche Grund für eine Portfolio-Software: die laufende Übersicht.

Vier Fragen stellt sich jeder, der ein Portfolio aus Barrier Reverse Convertibles hält, immer wieder. Wie nah ist welcher Basiswert an seiner Barriere? Welcher Coupon kommt wann? Wie viel Kapital liegt bei welchem Emittenten? Und gibt es Neuigkeiten, die meine Positionen betreffen?

Zur Erinnerung vorweg die vier Kurse, um die sich dabei alles dreht, am Zahlenbeispiel aus dem ersten Beitrag der Serie:

Initial Fixing, Strike, Barriere und Autocall-Trigger am Beispiel Kursverlauf der schwächsten Aktie über zwölf Monate. Initial Fixing CHF 54.00, Strike CHF 50.00 (rund 93 Prozent), Barriere CHF 35.10 (65 Prozent), Autocall-Trigger CHF 59.40 (110 Prozent). Der Verlauf aus dem Beispiel bleibt an allen Beobachtungstagen unter dem Autocall-Trigger, berührt nach gut acht Monaten die Barriere und schliesst bei CHF 29.70. Geliefert werden 1'000 Aktien, umgerechnet zum Strike, im Wert von CHF 29'700. Ein gestrichelter Verlauf erreicht nach drei Monaten den Autocall-Trigger: Der Emittent nimmt das Produkt mit CHF 50'000 und dem ersten Coupon zurück. Autocall nach 3 Mt.: CHF 50'000 + CHF 1'250 Coupon Barriere berührt Autocall-Trigger110 % · CHF 59.40Initial Fixing100 % · CHF 54.00Strike≈ 93 % · CHF 50.00Barriere65 % · CHF 35.10 Schluss CHF 29.70 1'000 Aktien = CHF 29'700 Start3 Mt.6 Mt.9 Mt.12 Mt. Verlauf aus dem Beispiel mit Autocall Beobachtungstag Initial Fixing, Strike, Barriere und Autocall-Trigger am Beispiel Kursverlauf der schwächsten Aktie über zwölf Monate. Initial Fixing CHF 54.00, Strike CHF 50.00 (rund 93 Prozent), Barriere CHF 35.10 (65 Prozent), Autocall-Trigger CHF 59.40 (110 Prozent). Der Verlauf aus dem Beispiel bleibt an allen Beobachtungstagen unter dem Autocall-Trigger, berührt nach gut acht Monaten die Barriere und schliesst bei CHF 29.70. Geliefert werden 1'000 Aktien, umgerechnet zum Strike, im Wert von CHF 29'700. Ein gestrichelter Verlauf erreicht nach drei Monaten den Autocall-Trigger: Der Emittent nimmt das Produkt mit CHF 50'000 und dem ersten Coupon zurück. AutocallInitial FixingStrikeBarriere Autocall nach 3 Mt.: CHF 50'000 + CHF 1'250 Coupon Barriere berührt Start3 Mt.6 Mt.9 Mt.12 Mt. Autocall-Trigger · 110 % · CHF 59.40 Initial Fixing · 100 % · CHF 54.00 Strike · ≈ 93 % · CHF 50.00 Barriere · 65 % · CHF 35.10 Schluss CHF 29.70: 1'000 Aktien = CHF 29'700 Verlauf aus dem Beispiel mit Autocall Beobachtungstag
Die schwächste Aktie aus dem Beispiel: Initial Fixing CHF 54.00, Strike CHF 50.00, Barriere CHF 35.10, Autocall-Trigger CHF 59.40. Durchgezogen ein Verlauf, der die Barriere berührt, gestrichelt derselbe BRC mit Autocall.

Der Abstand zur Barriere

Die wichtigste Zahl bei einem BRC steht in keinem Kontoauszug: der aktuelle Abstand zur Barriere. Die gängigen E-Banking-Lösungen zeigen den Kurs der Position und melden bestenfalls, wenn die Barriere bereits verletzt ist. Dann ist es zu spät, um noch etwas zu planen.

Pecugate rechnet den Abstand für jeden Basiswert aus. Weil bei einem Worst-of-Produkt die schwächste Aktie zählt, zeigt das Dashboard pro Position genau diesen Wert, als Prozentzahl und als Balken. Kurs, Barriere und Strike der übrigen Basiswerte sind per Mouseover abrufbar. Ein Farbsignal fasst den Zustand zusammen:

Signal Bedeutung
Grün Der schwächste Basiswert liegt komfortabel über der Barriere.
Orange Warnzone: weniger als 15 Prozent Abstand zur Barriere.
Rot Die Barriere wurde berührt.

Die Warnzone ist der Grund, warum diese Ansicht nützlich ist. Sie zeigt eine Position, bevor sie zum Problem wird, und nicht erst danach.

Touched: wenn es passiert ist

Ist eine Barriere einmal berührt, ändert sich der Charakter des Produkts. Es verhält sich ab dann wie die schwächste Aktie im Korb, und am Laufzeitende kommen womöglich Aktien statt Bargeld zurück. Pecugate führt solche Positionen als «Touched» und zeigt sie gesammelt an, damit sie nicht zwischen den übrigen untergehen.

Der Coupon-Kalender

Ein BRC zahlt seine Coupons monatlich, quartalsweise oder jährlich, und bei mehreren Produkten verschiedener Emittenten überlagern sich diese Rhythmen. Der Coupon-Kalender führt alle Termine des Portfolios zusammen und gruppiert sie nach Monat, bevorstehende wie vergangene.

Ist eine Zahlung eingegangen, wird sie mit einem Tap bestätigt. Pecugate summiert die bestätigten Coupons automatisch pro Währung, also getrennt nach CHF, EUR und USD. Erfassen muss man die Termine nicht, sie stammen direkt aus dem Termsheet-Import.

Wie viel liegt bei welchem Emittenten?

Ein BRC ist rechtlich eine Forderung gegenüber der ausgebenden Bank. Wer mehrere Produkte desselben Emittenten hält, konzentriert dieses Risiko, oft ohne es zu merken, weil jedes Produkt für sich genommen vernünftig aussieht.

Die Emittentenansicht zeigt die Verteilung des investierten Kapitals als Donut-Grafik und als Liste: pro Emittent der Betrag, die Anzahl Produkte und ob darunter eines mit berührter Barriere ist. Ein Konzentrations-Score warnt, wenn ein einzelner Emittent einen zu grossen Anteil am Gesamtportfolio ausmacht. Pecugate unterstützt derzeit 24 Emittenten strukturierter Produkte, von Leonteq über UBS und Vontobel bis zu den Kantonalbanken.

Das tägliche Briefing

Bleibt die Frage nach Neuigkeiten. Wer ein Dutzend Basiswerte und mehrere Emittenten verfolgen will, öffnet sonst jeden Morgen mehrere Finanzseiten und filtert selbst, was davon relevant ist.

Das KI-Briefing übernimmt diese Recherche. Pecugate kennt die Basiswerte und Emittenten aus dem Portfolio, eine KI mit Websuche geht täglich die aktuellen Meldungen dazu durch und fasst das Relevante kompakt zusammen. Kein allgemeines Marktgeschehen, sondern nur, was die eigenen Positionen betrifft.

Ein Hinweis dazu, weil er wichtig ist: Das Briefing ist eine Zusammenfassung von Nachrichten, keine Empfehlung. Was man aus einer Meldung schliesst, bleibt eine eigene Entscheidung.

Auf dem Mac, dem iPhone und im Browser

Die Hauptanwendung läuft auf dem Mac, dazu kommen eine iPhone-App und eine Webversion. Unterwegs reicht meist ein Blick: Welche Position ist in die Warnzone gerutscht, welcher Coupon ist diese Woche fällig. Für die Arbeit am Portfolio, etwa den Import neuer Termsheets, ist der Mac gedacht.

Bisher ging es um das eigene Portfolio. Im letzten Beitrag der Serie wechseln wir die Perspektive: Was ändert sich, wenn nicht ein Depot zu überwachen ist, sondern dreissig, und zwar von einer ganzen Vermögensverwaltung?

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Pecugate dient der Verwaltung und Übersicht eines BRC-Portfolios und stellt keine Anlageberatung dar. Das KI-Briefing fasst Nachrichten zusammen und gibt keine Empfehlungen.