Die Barriere im Blick behalten.
Was ein BRC-Portfolio im Alltag braucht.
Vorabansicht – erscheint am 20. Oktober 2026
Letzte Woche ging es darum, wie ein BRC aus dem Termsheet in Pecugate kommt. Das ist ein einmaliger Schritt pro Produkt. Was danach kommt, ist der eigentliche Grund für eine Portfolio-Software: die laufende Übersicht.
Vier Fragen stellt sich jeder, der ein Portfolio aus Barrier Reverse Convertibles hält, immer wieder. Wie nah ist welcher Basiswert an seiner Barriere? Welcher Coupon kommt wann? Wie viel Kapital liegt bei welchem Emittenten? Und gibt es Neuigkeiten, die meine Positionen betreffen?
Zur Erinnerung vorweg die vier Kurse, um die sich dabei alles dreht, am Zahlenbeispiel aus dem ersten Beitrag der Serie:
Der Abstand zur Barriere
Die wichtigste Zahl bei einem BRC steht in keinem Kontoauszug: der aktuelle Abstand zur Barriere. Die gängigen E-Banking-Lösungen zeigen den Kurs der Position und melden bestenfalls, wenn die Barriere bereits verletzt ist. Dann ist es zu spät, um noch etwas zu planen.
Pecugate rechnet den Abstand für jeden Basiswert aus. Weil bei einem Worst-of-Produkt die schwächste Aktie zählt, zeigt das Dashboard pro Position genau diesen Wert, als Prozentzahl und als Balken. Kurs, Barriere und Strike der übrigen Basiswerte sind per Mouseover abrufbar. Ein Farbsignal fasst den Zustand zusammen:
| Signal | Bedeutung |
|---|---|
| Grün | Der schwächste Basiswert liegt komfortabel über der Barriere. |
| Orange | Warnzone: weniger als 15 Prozent Abstand zur Barriere. |
| Rot | Die Barriere wurde berührt. |
Die Warnzone ist der Grund, warum diese Ansicht nützlich ist. Sie zeigt eine Position, bevor sie zum Problem wird, und nicht erst danach.
Touched: wenn es passiert ist
Ist eine Barriere einmal berührt, ändert sich der Charakter des Produkts. Es verhält sich ab dann wie die schwächste Aktie im Korb, und am Laufzeitende kommen womöglich Aktien statt Bargeld zurück. Pecugate führt solche Positionen als «Touched» und zeigt sie gesammelt an, damit sie nicht zwischen den übrigen untergehen.
Der Coupon-Kalender
Ein BRC zahlt seine Coupons monatlich, quartalsweise oder jährlich, und bei mehreren Produkten verschiedener Emittenten überlagern sich diese Rhythmen. Der Coupon-Kalender führt alle Termine des Portfolios zusammen und gruppiert sie nach Monat, bevorstehende wie vergangene.
Ist eine Zahlung eingegangen, wird sie mit einem Tap bestätigt. Pecugate summiert die bestätigten Coupons automatisch pro Währung, also getrennt nach CHF, EUR und USD. Erfassen muss man die Termine nicht, sie stammen direkt aus dem Termsheet-Import.
Wie viel liegt bei welchem Emittenten?
Ein BRC ist rechtlich eine Forderung gegenüber der ausgebenden Bank. Wer mehrere Produkte desselben Emittenten hält, konzentriert dieses Risiko, oft ohne es zu merken, weil jedes Produkt für sich genommen vernünftig aussieht.
Die Emittentenansicht zeigt die Verteilung des investierten Kapitals als Donut-Grafik und als Liste: pro Emittent der Betrag, die Anzahl Produkte und ob darunter eines mit berührter Barriere ist. Ein Konzentrations-Score warnt, wenn ein einzelner Emittent einen zu grossen Anteil am Gesamtportfolio ausmacht. Pecugate unterstützt derzeit 24 Emittenten strukturierter Produkte, von Leonteq über UBS und Vontobel bis zu den Kantonalbanken.
Das tägliche Briefing
Bleibt die Frage nach Neuigkeiten. Wer ein Dutzend Basiswerte und mehrere Emittenten verfolgen will, öffnet sonst jeden Morgen mehrere Finanzseiten und filtert selbst, was davon relevant ist.
Das KI-Briefing übernimmt diese Recherche. Pecugate kennt die Basiswerte und Emittenten aus dem Portfolio, eine KI mit Websuche geht täglich die aktuellen Meldungen dazu durch und fasst das Relevante kompakt zusammen. Kein allgemeines Marktgeschehen, sondern nur, was die eigenen Positionen betrifft.
Ein Hinweis dazu, weil er wichtig ist: Das Briefing ist eine Zusammenfassung von Nachrichten, keine Empfehlung. Was man aus einer Meldung schliesst, bleibt eine eigene Entscheidung.
Auf dem Mac, dem iPhone und im Browser
Die Hauptanwendung läuft auf dem Mac, dazu kommen eine iPhone-App und eine Webversion. Unterwegs reicht meist ein Blick: Welche Position ist in die Warnzone gerutscht, welcher Coupon ist diese Woche fällig. Für die Arbeit am Portfolio, etwa den Import neuer Termsheets, ist der Mac gedacht.
Bisher ging es um das eigene Portfolio. Im letzten Beitrag der Serie wechseln wir die Perspektive: Was ändert sich, wenn nicht ein Depot zu überwachen ist, sondern dreissig, und zwar von einer ganzen Vermögensverwaltung?
Portfolio im Griff behalten.
30 Tage kostenlos testen — keine Kreditkarte, keine Bindung.
Kostenlos startenPecugate dient der Verwaltung und Übersicht eines BRC-Portfolios und stellt keine Anlageberatung dar. Das KI-Briefing fasst Nachrichten zusammen und gibt keine Empfehlungen.