Dreissig Mandate, ein Cockpit.
Warum das grösste Risiko zwischen den Depots liegt.
Vorabansicht – erscheint am 27. Oktober 2026
Die bisherigen Beiträge dieser Serie gingen von einem Portfolio aus: was ein BRC ist, wie es erfasst wird und wie man es im Alltag überwacht. Für eine Privatperson reicht das. Für eine Vermögensverwaltung, die BRC in dreissig Kundendepots einsetzt, stellt sich eine Frage, die in keinem einzelnen Depot beantwortet werden kann.
Das Risiko liegt zwischen den Depots
Ein einzelnes Kundenmandat sieht sauber aus. Fünf Barrier Reverse Convertibles, gestreute Basiswerte, verschiedene Emittenten. Das nächste Mandat ebenso, das übernächste auch. Jeder Berater hat seine Depots im Griff.
Legt man aber alle dreissig übereinander, kann sich zeigen, dass ein Viertel des verwalteten Kapitals an der Bonität eines einzigen Emittenten hängt. Oder dass in einem Monat in zwölf Depots gleichzeitig Coupons in Euro fällig werden. Oder dass dieselbe Aktie in neun Mandaten die schwächste im Korb ist und gerade auf ihre Barriere zuläuft.
Nichts davon ist im einzelnen Depot sichtbar. Es entsteht erst in der Summe, und genau diese Summe fehlt, wenn jeder Berater seine Kunden in einer eigenen Tabelle führt.
Eine Firmenansicht über alle Mandate
Pecugate für Teams legt eine Firmenansicht über sämtliche Kundendepots. Sie arbeitet auf denselben Daten wie die gewohnte Einzeldepot-Ansicht und fasst sie zusammen:
Firmenübersicht
Verwaltetes Kapital in CHF mit Aufschlüsselung nach Originalwährung, Anzahl Positionen und Mandate, dazu eine Risikoampel und die Berater mit ihrem Volumen.
Emittenten-Exposure
Klumpenrisiko über alle Mandate summiert: Top-3-Konzentration, grösster Emittent mit Anteil und je Emittent, über wie viele Produkte und Mandate sich das Exposure verteilt.
Liquiditätskalender
Alle erwarteten Coupon-Eingänge der Firma nach Monat, mit Summen je Währung, den nächsten 30 Tagen und dem Status «überfällig».
Touched firmenweit
Jede berührte Barriere, nach Mandat gruppiert, mit aktuellem Kurs, Barriere und dem Datum der Berührung.
Dazu kommt das Währungsrisiko über alle Mandate, getrennt nach Anlagewährung des Produkts und Handelswährung der Basiswerte. Und von jeder Zeile führt ein Klick ins betreffende Mandat, bei einem Coupontermin oder einem Touched-Fall direkt zum entsprechenden Produkt.
Wie diese Ansichten im Cockpit aussehen, zeigt die Seite Vermögensverwalter: mit Screenshots der Firmenübersicht, der Emittenten-Analyse, des Liquiditätskalenders und der Teamverwaltung.
Jede Rolle sieht ihren Ausschnitt
Eine Firmenansicht ist nur brauchbar, wenn nicht jeder alles sieht. Was jemand sieht und darf, hängt in Pecugate an der Rolle, die ein Firmen-Administrator vergibt:
| Rolle | Sichtbereich | Rechte |
|---|---|---|
| Firmen-Administrator | Gesamte Firma | Mandate, Teams und Mitglieder verwalten, Firmen-Einstellungen |
| Teamleiter | Eigenes Team | Auswertungen des Teams, Mandate im Team anlegen und zuweisen |
| Berater | Eigene Mandate | Lesende Listen und Drilldown ins Mandat |
| Compliance / Risk | Gesamte Firma | Alle Auswertungen und der Audit-Trail, ausschliesslich lesend |
| Backoffice | Operativer Bereich | Lesende Listen und Drilldown, keine Firmenverwaltung |
Ein Berater sieht also nur die Mandate, die ihm zugewiesen sind. Compliance sieht alles, kann aber nichts verändern. Für diese Rolle wird nicht einmal der Knopf für den Kursabgleich eingeblendet.
Nachvollziehbar für Compliance
In der regulierten Vermögensverwaltung reicht es nicht, dass die Zahlen stimmen. Es muss auch nachvollziehbar sein, wer wann was gesehen und getan hat. Der Audit-Trail hält jedes Ereignis mit Zeitstempel, Person und Beschreibung fest und ordnet es einer Art zu: Ansicht, Kursabgleich, Bearbeitung, Verwaltung oder Export.
Auch jeder Sprung aus der Firmenansicht in ein einzelnes Kundendepot wird protokolliert. Ob Ereignisse aufgezeichnet werden, legt der Administrator in den Firmen-Einstellungen fest.
In drei Schritten eingeführt
Firma und Teams anlegen
Ein Administrator legt Firmennamen und Logo fest, gliedert das Haus in Teams und fügt die Berater per E-Mail-Adresse mit Rolle und Team hinzu.
Mandate erfassen und zuweisen
Jedes Kundendepot wird als Mandat angelegt und einem Berater zugeordnet. Bestehende Positionen kommen per Termsheet-Import oder als Pecugate-Exportdatei herein.
Abgleichen und überwachen
Die Kurse aller Mandate werden täglich automatisch aktualisiert und lassen sich jederzeit von Hand abgleichen. Wird eine Barriere neu verletzt, geht automatisch eine E-Mail raus.
Was die Firmenansicht nicht ist
Pecugate für Teams aggregiert, überwacht und dokumentiert. Es trifft keine Anlageentscheidungen und gibt keine Empfehlungen. Welches Produkt in welches Depot gehört, bleibt die Arbeit der Beraterinnen und Berater. Die Software sorgt dafür, dass sie dabei sehen, was in der Summe ihrer Mandate tatsächlich liegt.
Zum Abschluss der Serie
Vier Beiträge, ein roter Faden: Ein BRC ist ein gut verständliches Produkt, solange es eines ist. Schwierig wird nicht das einzelne Termsheet, sondern die Summe. Beim privaten Anleger die Summe seiner Produkte, bei der Vermögensverwaltung die Summe aller Mandate. Pecugate ist dafür gebaut, diese Summe sichtbar zu machen.
Alle Mandate. Ein Blick.
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Pecugate für TeamsPecugate für Teams dient der Verwaltung, Aggregation und Überwachung. Es stellt keine Anlageberatung dar und trifft keine Anlageentscheidungen.